
Vor drei Tagen bin ich aus Arizona wiedergekommen. Nun ist wirklich Autumn in New York. Die Blätter verfärben sich und der Wind könnte schon bald dafür sorgen, dass sie sämtlich als Laub auf Straßen und Wegen liegen. Vorzeichen hatte es schon länger gegeben. Die Cafés bieten seit einigen Wochen Pumpkin Spice Latte an. Und schon im September redeten alle vom Apple-Picking in Upstate New York. Offenbar ein weit verbreitetes spätsommerliches Ritual, für das die New Yorker am Wochenende ins Umland aufbrechen, um abends mit gefüllten Taschen zurückzukommen. In den darauffolgenden Wochen werden dann Apple Cider und Apple Pie gemacht. Als ich vor drei Wochen meinen Cousin und seine Familie in Yorktown Heights besuchte, eine gute Stunde nördlich von Harlem, gab man mir zum Abschied eine Handvoll frisch gesammelter Äpfel mit auf den Weg. Gerade in der Wohnung angekommen brachte mir eine Nachbarin stolz eine ganze Tüte vorbei. Seitdem esse ich Äpfel. Bei meinen amerikanischen Verwandten, von denen ich zuvor viel gehört, die ich aber noch nie besucht hatte, gab es außerdem frische Donuts und leckere Bagel vom Bäcker aus dem Ort, so viele verschiedene Sorten wie Brötchen, Weck(le) oder Semmel in deutschen Backstuben. Ich muss gestehen, dass ich die nordamerikanische Frühstücksgebäckkultur bislang mit Skepsis betrachtet und eher gemieden hatte, Ausdruck europäischer Arroganz, gepaart mit Ignoranz. Ich kenne vermutlich nur Industrie-Bagel, vermutete bedauernd mein Cousin. Nun durfte ich lernen, dass im Staate New York ähnliche Gespräche über Bagel-Qualitäten geführt werden, wie in Deutschland mancherorts zu Baguette und Croissant. Die werden bekanntlich immer schlechter, je weiter man sich von der französischen Grenze entfernt und unter Freunden werden die Adressen von deutschen Ausnahmebäckereien mit gutem Baguette als Geheimtipp weitergereicht. Die USA sind übrigens ziemlich weit von Frankreich entfernt, weshalb das Croissant im Café vor dem Servieren gerne ungefragt erhitzt wird. Bagel seien dagegen nirgends so gut wie hier in New York, wurde mir versichert. In den vielen Jahren in Florida, beklagten der Sohn meines Cousins und seine Frau, habe man nirgends vernünftige Bagel bekommen können. Einige Hersteller hätten es mit Wasserimporten aus dem Norden der USA versucht, nichts zu machen. Inzwischen hatte ich alle Bagelsorten, die im Korb lagen, probiert, war pappsatt und von meiner Skepsis bekehrt. Einige Tage später konnte ich passenderweise eine erstaunliche Beobachtung machen: Mein erstes leckeres US-Ciabatta, das ich in einem italienischen Café gleich beim Lincoln Center gekauft habe, hatte die Form eines Bagels. Ich werde also in den kommenden Wochen noch viele Bagels essen, um zurück in Europa wieder auf die dort heimischen Gebäcksorten umsteigen.

Das mit Arizona muss ich vielleicht kurz erklären. Auf Einladung einer Kollegin von der Northern Arizona University konnte ich meinen längeren USA-Aufenthalt dazu nutzen, einen Abstecher von New York nach Flagstaff machen. Ich hatte sofort zugesagt und erst beim Buchen des Fluges bemerkt, wie weit Arizona von der Ostküste entfernt ist. Eine Fernreise, in der Zeit hätte ich fast nach Europa zurückfliegen können. Für geographisch Unkundige, die – so ging es mir – noch nie von Flagstaff gehört haben: Die Stadt erreicht man von der Wüstenlandschaft um Phoenix mit ihren Kakteen und Palmen aus nach 2,5 Stunden Autofahrt Richtung Norden. Unterwegs versuchte ich Nat King Cole und einige andere Musiker zu einer kleinen Playlist zu versammeln, weil Flagstaff an der Route 66 liegt, auf 2.100 Metern Höhe in den Bergen. Nach meinem alpinen Verständnis von Gebirge handelt es sich allerdings eher um eine Art Hochebene. Die Stadt und die Natur drumherum sind bei Touristen äußerst beliebt. Es gibt Elche, Rentiere (viele, hab ich selbst gesehen) und angeblich Koyoten. Im Wanderführer, den ich mir gekauft habe, stand, dass man beim hiking auf Schlangen achtgeben soll. Tagsüber schien die Sonne und es wurde recht warm, aber morgens musste ich das Eis von der Windschutzscheibe kratzen und oben auf dem Humphreys Peak lag bereits erster Schnee. Das Ski-Gebiet ist auch deshalb beliebt, weil man von oben dieses große Tal hier sehen kann:

Ich habe lange überlegt, ob ich das Foto posten sollte, weil bösmeinende Menschen Zweifel streuen könnten, dass es sich bei meinem Aufenthalt in den USA um eine Dienstreise handelt. Um jeglichem Zweifel entgegenzutreten, werde ich gleich etwas vom Vortrag am Montag und vom Seminar mit Erstsemestern (Einführung in die Musikpädagogik) am Mittwoch erzählen. Auf das Tagesprogramm am Dienstag, das ich mit vielen Touristen aus aller Welt geteilt habe, gehe ich an dieser Stelle dagegen nicht näher ein. Weitere Fotos braucht es auch nicht. Die haben die meisten schon mal irgendwo gesehen, denke ich. Die Veranstaltungen an der NAU haben auch großen Spaß gemacht, weil Studierende wie KollegInnen voller Dankbarkeit waren, dass ein internationaler Gastwissenschaftler den Weg nach Flagstaff findet (nicht bloß als Tourist). Diese Dankbarkeit kenne ich aus Deutschland nicht so. Ungewöhnlich viele der anwesenden Studierenden kamen im Anschluss zu mir, um mir die Hand zu schütteln, obwohl sie sicherlich auch durch den Umstand angelockt worden waren, dass es für die Teilnahme am Vortrag Extra-Credits gab, eine beliebte Währung zur Steigerung studentischer Motivation. Das war vermutlich nicht so nötig beim Auftritt von Kamala Harris, die – wie mir berichtet wurde – ziemlich genau ein Jahr vor mir im großen Auditorium gesprochen hatte (für meine Rede reichte trotz des Belohnungssystems ein Seminarraum). Die Studierenden an der NAU kommen vorwiegend aus der Region, also aus Arizona oder auch aus Kalifornien, wo das Studieren deutlich teurer ist. Politische Fragen werden hier im Swing State derzeit nur mit einer gewissen Vorsicht thematisiert, wurde mir berichtet. Das gilt auch für Lehrveranstaltungen. Das „Vokabular der Linken“ wie etwa die Rede von einer strukturellen Benachteiligung marginalisierter Bevölkerungsgruppen gilt es eher zu vermeiden, da man als Dozent ansonsten verdächtigt wird, Wahlkampf für eine politische Partei zu machen und auf der anderen Seite an Glaubwürdigkeit verliert. Puuh! Nicht leicht. Ich ahne, dass viele analytisch gemeinte wissenschaftliche Äußerungen unter Ideologieverdacht geraten könnten. In der Musikpädagogik kann man solche Themen und Formulierungen vielleicht eine Weile vermeiden, doch ich hätte gerne von den Kolleginnen und Kollegen aus der Soziologie gehört, wie sie mit der Herausforderung umgehen. Die Stimmung scheint gereizt zu sein, wenn ich die Erzählungen aus Arizona richtig verstehe. Hier zählt jede Stimme. Manche meiner Gesprächspartner hoffen, dass sich die indigene Bevölkerung so wie beim letzten Mal an der Wahl beteiligt. Auf der Fahrt zum Canyon, entlang einer Indian reservation, nehme ich allerdings deutlich mehr Schilder und Plakate am Straßenrand wahr, die für Trump und Vance werben, als in New York. Meine Bekannten aus Arizona haben zugesagt, mir Links zu einigen der übelsten TV-Commercials zu schicken, die häufig nicht Teil der offiziellen Kampagne und nicht, wie in Deutschland üblich, als Parteienwerbung gekennzeichnet sind, sondern sich als redaktionelle Beiträge ausgeben. Ich bin gar nicht sicher, ob ich mir diese Videos anschauen mag. Auch zum Duell, das die beiden Parteien in ihren Werbespots ausgetragen, schreibe ich hier nichts. Das ist in Deutschland gut zugänglich. Interessant ist übrigens die Sammlung von presidential campaign commercials aus den letzten 70 Jahren, die man im Museum of the Moving Image unter dem Titel “The living room candidate” online finden kann.

Auch in New York ist spürbar, dass die Präsidentschaftswahl naht. Die Nachrichten kennen kein anderes Thema mehr. Die Nerven der Menschen liegen blank. Die Meldungen über Fake-News in den sozialen Medien reißen nicht ab. Die industrielle Fabrikation von Lügen und Halbwahrheiten scheint auf einem nie gekannten Höhepunkt. Manche Desinformationskampagne lässt sich leicht auf ausländische Quellen zurückführen. Ein ehemaliger Hilfsscheriff aus Florida arbeitet inzwischen in Moskau im Propaganda-Apparat, schreibt die New York Times. Von ihm stammt die völlig aus der Luft gegriffene Behauptung, Tim Walz habe Schülerinnen sexuell belästigt. Über X verbreiten sich auch die absurdesten Meldungen unfassbar schnell. Selbst wenn es niemanden gibt, der sie glaubt, lenken sie doch von den eigentlichen Themen ab, um die es bei der Wahl geht. Das Vertrauen in die demokratischen Institutionen schwinde, heißt es auch hier überall. Die Diagnose kommt mir aus Deutschland bekannt vor. In den USA mischt Elon Musk höchstpersönlich mit und wärmt die Geschichte von der gestohlenen Wahl 2020 noch einmal auf. Ich hätte heute zur Trump Campaign in den Madison Square Garden gehen können, um mir seine Argumente anzuhören. Die Veranstaltung läuft noch. Doch ich glaube, ich behalte den Ort lieber aus dem Konzert mit Stevie Wonder in Erinnerung.

In einem Beitrag von The Daily höre ich eine interessante Analyse. Gerade in der jungen Generation zwischen 18 und 30 gibt es ein nie gekanntes Gendergap. In Interviewausschnitten erklären junge Männer, die für Trump stimmen wollen, dass die wirtschaftliche Lage ihnen keine Chance gebe, ohne ein Studium ausreichend Geld zu verdienen, um eine Familie zu ernähren, so wie es bei ihren Eltern und Großeltern noch selbstverständlich gewesen sei. Das sei die Erwartung, mit der sie groß geworden seien, und das sei ihr Wunsch. Sie sehen sich als Verlierer einer gesellschaftlichen Entwicklung. Bei den Republikanern finden sie Verständnis für ihre Frustration und ihren Ärger. Junge Frauen, die sich für Kamala Harris aussprechen, sind begeistert, dass sie ihre Stimme für eine weibliche Präsidentschaftskandidatin abgeben dürfen. Alles scheint heutzutage möglich für Frauen, ist ihr Lebensgefühl, und das wollen sie verteidigen. Sie sind empört, dass jemand wie Trump die Entwicklung aufhalten und das Rad zurückdrehen will.
Gespräche unter Freunden in einer Nachbarwohnung, eine kleine Party mit Pizza und Rotwein. Noch vor einer Weile hätte man vielleicht über anderes als Politik gesprochen. Jetzt lässt sich das Thema nicht mehr vermeiden. Der Gastgeber fordert alle auf, eine Prognose abzugeben. Tiefe Seufzer. Fifty-fifty sagt einer. Er rechne mit dem Schlimmsten, aber er habe noch Hoffnung, ein anderer. Zwei weibliche Gäste, malen ein düsteres Bild, in dem große Teile der männlichen Bevölkerung in den Südstaaten, wo beide herstammen, niemals eine weibliche Kandidatin wählen würden. Dass das nicht in Frage komme, würden sehr viele Männer unabhängig von ihrer Hautfarbe denken, es aber niemals zugeben. So etwas erzählt man lieber niemandem, nicht der eigenen Ehefrau, schon gar nicht den Umfrageinstituten. Eine der beiden Gäste unterstreicht noch einmal: Wer sich nur hier in New York bewege, habe keine Vorstellung. Die USA seien noch nicht reif für eine Präsidentin. Schon gar nicht für ein Schwarze Präsidentin. In der Runde herrscht einen Moment lang betretenes Schweigen, vielleicht auch wegen der Vehemenz, mit der die Analyse vorgetragen wird. So richtig widersprechen mag niemand. Sie klingt offenbar glaubwürdig. Trotzdem habe er noch Hoffnung, wiederholt der Optimist, der vielleicht eher Verdrängungskünstler ist, auch wenn er sich auf das Schlimmste einstellt. Dann müsse man nach der Wahl halt vier Jahre abtauchen, um anschließend aus dem Alptraum aufzuwachen. Oder der Alptraum beginne dann erst so richtig, wird ihm entgegnet. Als die Stimmung auf dem Tiefpunkt ist, versuche ich zu trösten, indem ich erzähle, dass wir es in Deutschland mit der AFD auch nicht leicht haben. Das tröstet aber niemanden. Eher hilft schwarzer Humor. Davon gibt es an dem Abend reichlich. Was macht man eigentlich an so einem Wahlabend? Die Frage taucht plötzlich auf. Kann man ernsthaft zu einer Wahlparty einladen? Ein Gast bekennt, er wolle allein sein und sich verkriechen. Eine andere ist froh, dass sie unterrichten muss. Time Square ist ein Option. Dort werden die Auszählungsergebnisse und Prognosen in Echtzeit übertragen, höre ich. Jemand schlägt vor, in einen Pub zu gehen. Vielleicht lade ich zu mir in die Wohnung ein?
Viele berichten von einem Riss, der durch die Familie geht. Ich hatte mich vor drei Wochen bei meinem Besuch in Upstate New York nicht getraut, das Thema Politik anzusprechen, um die gute Stimmung nicht zu gefährden. Wer weiß, wie sich der Nachmittag bei meinem Cousin und seinen Kindern mit ihren Familien entwickelt hätte. In Arizona höre ich von einer Professorin, dass sie das politische Themen innerhalb der Familie strikt zu vermeiden suche, weil ihr Bruder überzeugter Trumpist sei und ihr regelmäßig Links zu Videos mit irgendwelchen Verschwörungstheorien schicke. Der Bruder sei umgekehrt der festen Überzeugung, sie sei durch die liberale Presse manipuliert und durch ihr akademisches Umfeld ideologisiert. Ein vernünftiges Gespräch sei nicht möglich – Argumentieren? Sie lacht. Als ich das in New York erzähle, atmen viele tief durch, einige nicken, andere zucken mit den Schultern. Mehr als die Hälfte der Anwesenden kann ähnliche Geschichten erzählen. Die Spaltung der Gesellschaft ist nichts, wovon man erst in der Zeitung lesen muss. Das scheint eine weit geteilte persönliche Erfahrung zu sein.
Was vielen richtig Angst macht, ist das Projekt 2025. Ein Projekt ultrakonservativer christlicher Nationalisten, heißt es. Schon in Arizona habe ich vom zunehmenden Christian Nationalism gehört. Das sei aus deutscher Sicht völlig unverständlich, behaupte ich und hoffe sehr, dass ich recht habe. Ist Christian nationalism ein Gegenprojekt zur Nation of Islam oder eher ein Partnerprojekt? Die Ideen von White supremacy erinnert mich jedenfalls an die Zeitung The Final Call, die mir am Rande der African American Street Parade in die Hand gedrückt wurde. Ich hatte sie einige Tage mit mir rumgetragen, ohne einen Blick hineinzuwerfen. Als ich es dann tat, war klar, dass ich die in einem Kommentar zum Blog gestellt Frage, ob es hier Antisemitismus gebe, mit einem eindeutigen Ja beantworten kann. Ich werde hier nichts aus dem Inhalt der Zeitung referieren, wer will, kann den Wikipedia-Artikel zur Nation of Islam lesen, was ich tun musste, um meine trüben Erinnerungen an „irgendwas mit Malcolm X und Muhammed Ali“ aufzufrischen. Dort las ich, dass der Gründer der Nation of Islam von der amerikanischen Nazi-Partei als „Hitler der Schwarzen“ geehrt wurde. Ich weiß nicht, wie weit die Freundschaft zwischen Vertretern von White supremacy und Black supremacy gehen kann, aber die Coronaverschwörungstheorien sind – wie ich lese – die gleichen und in der Ablehnung der Ideen liberaler Demokratie ist man sich sicherlich auch schnell einig.

Mit diesen düsteren Zeilen möchte ich den Blog nicht beschließen. Um all das historisch einordnen und dadurch etwas relativieren zu können, habe ich heute The Cloisters besucht, die Mittelalterabteilung des Metropolitain Museum of Art. In der Geschichte Europas ist ja auch nicht immer alles gut gelaufen. Vielleicht müssen wir in sehr langen Zeiträumen denken, um Trost zu finden. Das täuschend echt nachgebaute Klostergebäude liegt wunderschön im Fort Tryon Park im Norden Manhattans, oberhalb der 190sten Straße noch hinter dem Little Red Lighthouse, von dem in einem früheren Blog die Rede war. Der sonnige Herbsttag ist perfekt. Mir war der Besuch vielfach empfohlen worden. Eine Zeitreise nach Europa. Statt Christian nationalism gibt es vorwiegend sakrale Kunst: ein Alabasterheiliger aus Nottingham, handgeschnitzte Madonnen aus Umbrien und der Toskana, eine rheinische Pietá neben einer Maria aus Flandern, katalanische Doppelgräber aus Kalkstein, ein Bronzesoldat zu Pferde aus Nürnberg mit italienischen Einflüssen neben einem Bronzehahn aus Niedersachsen, weibliche Heilige („wahrscheinlich aus Brüssel“), die auf einem Alabasteralter aus Aragon platziert wurden, gleich unter einem Triptychon von der Burg Weiler bei Heilbronn. Auch Köln ist vertreten: Mariä Himmelfahrt geschnitzt von Tilman Heysacker. Prag neben Lübeck, die Pyrenäen dicht beim Elsaß. Ich lausche der Führerin einer Besuchergruppe, die betont, dass die gotische Kapelle selbstverständlich nur eine Stilkopie sei, die Kirchenfenster aber authentisch. Schmuckstück des Hauses sind die Einhorn-Wandteppiche (ziemlich sicher aus Brüssel, sagt die Ausstellungsführerin). (Interessant: Wenn ich die deutsche Übersetzung von Unicorn Tapestries bei Google eingebe, kommen Bilder von Kinderzimmerwandbehängen; im Englischen werde ich Jahrhunderte zurück und zur MET geleitet) Es ist faszinierend: Die mittelalterliche Geschichte Europas wird in einem zweistündigen Rundgang durch 7 bis 8 Räume für ein internationales interessiertes Publikums zusammengefasst. Es erinnert mich an Sammlungen chinesisch-japanisch-koreanischen Porzellans in einem ostasiatischen Museum oder eine Ausstellung zu Inkas, Azteken und Mayas, die ich in Deutschland gesehen habe. Ich bleibe eine ganze Weile im Klostergarten sitzen. Ein Stück Heimat. Irgendwann werde ich die Kolleginnen und Kollegen aus New York mal zum Retreat unseres Kölner Forschungskolloquiums ins Kloster Steinfeld einladen. Die werden Augen machen.

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